Ein Bauherr hat sein Grundstück gerade als „Ort der hundert Augen“ bezeichnet. In vielen Einfamilienhaus-Stadtteilen wachsen die Tujen in die Höhe, werden die Hecken gepflegt und die Zäune immer blickdichter. Wie kann Architektur darauf reagieren, dass man den freien Blick aber auch die Privatheit möchte?
Eines meiner ersten Projekte war dieses Haus im 14. Bezirk in Wien. Auch hier gab es die Fenster der Nachbarn rundum. Geworden ist es ein Haus mit Splitleveln. Ein zentraler kleiner Lichthof im ersten Stock belichtet den Elternteil. Sauna, Bad und Schlafzimmer haben keine Fenster zu den Nachbarn. Wenn man von den Kindern, die ein halbes Geschoss tiefer ihren eigenen Bereich mit Bad haben, nichts mitbekommen will, werden die Raffstore auf der anderen Seite des rundumverglasten Atriums herunter gelassen. Es gibt ein Ausblickszimmer einen Halbstock höher, dass den Blick z.B. zur Kirche von Otto Wagner erlaubt wie auch den Blick über die Dächer im Süden. Wohnzimmer und Garten liegen dann schon wieder eingebettet und von Grün umgeben geschützt tiefer.










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